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Mitarbeiter dürfen ihre Chefs bespitzeln

Berlin, 4.6.08
Lidl, Telekom und auch die Bahn muss sich Vorwürfe anhören. Mitarbeiterbespitzelung wird immer beliebter. In speziellen Videotheken werden die Filmaufnahmen ausgeliehen und getauscht. So wird manch langweiliger Fernsehabend doch noch zum Spaß.

Aber damit soll bald Schluß sein. Das Bundesverfassungsgericht verbietet solche Video- und Tonaufnahmen. Als Strafe für die Vergangenheit dürfen Arbeitnehmer für eine gewisse Zeit ihre Chefs überwachen. In jedem Chefbüro müssen Kameras mit Mikrofon aufgestellt werden. Für jeden Privatanruf erhalten alle Mitarbeiter eine zusätzliche Urlaubsstunde geschenkt. Sollten die Angestellten mangelhafte Leistungen ihrer Vorgesetzten feststellen, müssen sich die Chefs später vor ihren Mitarbeitern rechtfertigen, warum sie die Firma in den Sand setzen.

Ziel der Aktion ist eine erzieherische Maßnahme. "Die Firmenbosse müssen lernen, dass sie ihre Leute brauchen, um gemeinsam zum Erfolg zu kommen", so Richter Huber.

Kerstin Grünwald vom Discounter Lollygo ist schier begeistert von der Aktion: "Auf diese Art bekommt man auch mit, dass mein Chef auch so manche Probleme hat. Gestern konnte ich mitbekommen, dass seine Frau seine Affäre mitbekommen hat. Da hat er mir schon ein bisschen leid getan."

Dreamed by Frank Schulze - diese Nachricht ist frei erfunden

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